Wie lange dauert eine Lebensveränderung?

Wir sind es mehr oder weniger gewohnt bei entscheidenden Dingen die wir wirklich erlernen wollen Zeit zu investieren. Daneben dürfte bei jedem von uns die Hoffnung mitschwingen daß der Weg abzukürzen ist.

Schauen wir aber wirklich auf die Dinge, die wir wirklich lernen wollten, dann können wir leicht feststellen daß es an sich immer einer gewissen Zeit, Intensität und hoffentlich Freude bedarf.

Freude daran etwas zu erlernen ist wie ein Lernelexier – wahrscheinlich das beste was es überhaupt gibt. Natürlich hilft auch ein Wille zum lernen. Dabei ist es der innere Wille und weniger der Ich-Wille, der die Sache mehr als alles andere voran treibt. Dieser innere Wille ist dann aber wieder mit einer Freude und inneren Erkenntnis verbunden, daß es das rundum richtige und wichtige für mein eigenes Leben ist.

Nehmen wir den üblichen Rahmen in dem Lernen zu einer gewissen Meisterschaft führt, so stellen wir gewisse Zeiträume fest. Um Geselle oder modern gesagt ein guter Bachelor zu werden sind es 3 Jahre, um ein „junger“ Meister zu werden sind es 5 Jahre und um zu einer Meisterschaft zu kommen 10 Jahre.

Diesen Rahmen dürfen wir uns auch geben, wenn es darum geht zu einer umfassenden Freude in unserem Leben zu finden und in diesem Rahmen auch die Identifikation mit unserem Alltags-Ich zu relativieren sowie wirklich innerlich zu verstehen, daß der Schmerz in unserem Leben nur eine virtuelle Wahrheit aus unserer Vergangenheit ist.

Ein wesentlicher Lernprozess dürfte aber auch sein, daß selbst die best geeignetsten Formen mehr zu unserem Wunschzustand zu kommen, nie abschliessend dort hin finden. Denn eine Form ist immer wieder in gewisser Weise ein Konstrukt unseres Verstandes und nicht unseres freien unkonditionierten Selbst.

Die wesentlichen Punkte zu unserer Meisterschaft sind:

  • das erkennen, daß bei jedem von uns Befürchtungen und „Schmerz“, mehr oder etwas weniger vorhanden sind
  • daß diese Befürchtungen und der Schmerz im jeweiligen Augenblick (Jetzt) nur ein Konstrukt unseres Ichs aus unserer gelebten Vergangenheit ist
  • daß es möglich ist diesen Schmerz (Schmerzkörper) als das zu erkennen was er ist – abgespeicherte Emotionen unserer Vergangenheit
  • daß ich die Möglichkeit habe meine Identifikation mit allem Schmerz nach und nach mehr und mehr aufgeben kann
  • Und das Freude ein inneres Momentum ist, was zufällig entstehen kann, aber auch durch Bewusstsein in Alles hineingegeben werden kann – je nachdem in wie weit wir es innerlich zulassen
  • Das Freude mehr und mehr in uns Gestalt annehmen kann und wir darauf Einfluß haben
  • Das 3 Art und Weisen etwas zu tun und helfen diese Freude in unserem Leben sich ausbreiten zu lassen
    • wenn wir etwas mit wirklich innerer Bereitschaft tun oder tun können – voll und ganz annehmen
    • wenn wir etwas mit Freude tun
    • wenn wir etwas mit Enthusiasmus tun

      Dabei wechseln an einem Tag sich alle 3 Art und Weisen naturgemäß ab.

Auf diese 3 Art und Weisen weisen fast alle Mystiker hin, aber ebenso zum Beispiel Eckhard Tolle und das Gallup Institut für Gesellschafts-, Arbeits- und Meinungsforschung.