Was wären wir ohne „Ecken und Kannten“

… wir wären endlich rund.

Wer sucht nach „Ecken und Kannten“ … vielleicht würde Eckhard Tolle sagen … unser verdeckter Schmerzkörper, bzw. unser gewöhnliches „Ich“.

Dass was wir meinen was wir sind, was uns ausmacht. Es ist das was unsere „Vergangenheit“ trägt. Unsere Vergangenheit, die schon längt vergangen ist und heute nicht unsere gegenwärtige Wirklichkeit … sozusagen unsere Virtual-Realty.

Da die meisten unserer Begegnungen in diesem „Virtuellen Raum“ geschehen, ist es höchst ungewohnt sich in einem „vergangenheitslosen Raum“ zu begegnen. Und weil es so ungewohnt ist sucht unser gewöhnliches „virtuelles Ich“ seinen Halt bei den „Ecken und Kannten“ des Gegenübers.

Fehlen diese „‚Ecken und Kannten“ großteils bei einem Menschen oder eben die Anteile des dahinter liegenden Schmerzkörpers so verliert sich unser „gewöhnliches“ Ich, der andere schein nicht greifbar. Das gewöhnliche Ich ist es, dass diesen scheinbaren Halt sucht. Um Halt zu erzeugen versuchen wir dann instinktiv beim Anderen Schmerzkörperanteile und deren Auswirkungen zu finden oder auszulösen.

Was ist aber, wenn wir wir wirklich in uns „rund“ sind. Dann bieten und suchen wir keine Ecken und Kannten mehr im Anderen. Es tut sich unsere wahre Wirklichkeit ohne Vergangenheit auf. Diese kann aber nur aus unserer wirklichen Gegenwärtigkeit heraus gelebt werden.

Ist Rundheit langweilig. Ja, eindeutig. Aber nur für unser gewöhnliches Ich, nicht aber für unsern tiefsten Kern. Denn eigentlich trägt jeder die tiefste Sehnsucht in sich zu seinem tiefsten, runden, ganzen Kern zu finden. Wenn wir in uns rund sind, dann können endlich die Gefühle hervortreten zu denen wir Sehnsucht empfinden. Ganzheit, Freude, Lebendigkeit und Liebe in Ihrem ursprünglichsten Sinne von ganz angenommen sein und ganz annehmen.