Vertrauen – aus einer anderen Sicht

Neben Sachverhalten und Vorstellungen über Personen gibt es noch eine ganz andere Art von Vertrauen. Das Vertrauen in eine Person in Ihrer Ganzheit – nicht nur in unsere Wünsche und Vorstellungen über diese Person.

Auch hier verweist die ursprüngliche Form des Wortes auf eine ähnliche aber ganz andere Bedeutung hin.

So schreibt Wikipedia hierzu:

„Vertrauen ist als Wort seit dem 16. Jahrhundert bekannt (altehochdeutsch fertruen, mittelhochdeutsch vertruwen) und geht auf das gotische trauan zurück. Das Wort „trauen“ gehört zu der Wortgruppe „treu“ = „stark“

Also kann Vertrauen neben der passiven Funktion auch eine ganz andere Funktion entfalten. Vertrauen in eine Person ohne Vorstellungen und Wünschen ermöglicht ein Stärkung in dieser Person.

Dies ist gerade für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung. Ich vertraue ganz ich Dich hinein – ermöglicht die Entfaltung der jeweils ganz spezifischen Stärken und Eigenarten einer Person. Dieses Vertrauen ermöglicht die Entwicklung des „Besten“ in einem Menschen. Es geht dabei nicht um Wünschenswertes sondern um die tieferen Potentiale eines Menschen.

Und daran mangelt es oft in Anbetracht der gewünschten Eigenschaften eines Menschen, und insbesondere unserer Kinder. Dieses besondere Vertrauen ohne Bedingung stärkt auf ganz einzigartige Weise das „Beste“ in uns Allen.