Unser Blick auf die Welt, und wie wir diese wahrnehmen, ist unser Spiegel auf uns Selbst

Wie wir die Welt wahrnehmen und dadurch erfahren ist ein eindeutiger Spiegel auf uns Selbst. Dabei ist Welt zum einen unsere „Fiktion“ über diese, aber vor allem ist es auch wie wir die Menschen wahrnehmen.

  • Haben wir über die Welt Konstrukte und Überzeugungen – so haben wir auch über uns Konstrukte und Überzeugungen
  • Sind wir „Selbstlos“ so sind wir auch uns gegenüber selbstlos
  • Sehen wir die Welt als Wettbewerb – so sehen wir uns auch als Wettbewerb
  • Sehen wir die Welt düster – so sehen wir auch uns in einer gewissen Weise düster
  • Sehen wir vor allem die Probleme in der Welt – so sehen wir uns genauso problematisch
  • Sehen wir die Welt vor dem Untergang – so sehen wir auch uns vor dem Untergang
  • Sehen wir Zweifel an uns – so deuten diese Zweifel auch auf unsere Selbstzweifel
  • Sehen wir die Welt als armselig – so sehen wir in gewisser Weise auch uns als armselig (arm in der Seele)
  • ….

Nun könnten wir eine Analyse über unseren Blick auf die Welt machen – aber dann würden wir uns auch Objekt der Analyse begreifen

Aber wie sollten wir dann mit der Erkenntnis umgehen, daß unser Blick auf die Welt uns widerspiegelt?

Vielleicht erst mal als Erkenntnis, als Erkenntnis darüber wie wir auf uns blicken. Alle Analyse hilft hier nicht wirklich weiter – es sei denn, wir nehmen die Analyse ganz an als unseren momentanen Blick. Fallen wir in eine Bewertung daß wir das nicht wollen – so wollen wir uns nicht.

Klingt nach einem Dilemma!

Sehen wir bei der Analyse nur in einer Art und Weise hin wie – ja so ist es gerade – und nehmen uns dabei an, dann kann etwas anderes passieren.

Unser Denken und unsere Konzepte führen uns jedenfalls nicht zu einem anderen Wahrnehmen. Vielmehr geht es um Selbstannahme und um eine innere Erkenntnis daß wir es uns so nicht wünschen. Innere Erkenntnis ist im Gegensatz zur einfachen Erkenntnis immer ein Loslassen, eine Selbsthingabe. Und in Selbsthingabe sind wir nicht geübt, da wir kaum wissen oder erfahren haben was dieses unsägliche Selbst überhaupt ist. Wir kennen vor Allem unser Ich mit seinem Denken, seinen Überzeugungen und den dazugehörigen Erlebensmustern (Emotionen).