Sein – Tun – Denken

Das Gleichgewicht der inneren Stärke

Alle 3 Seiten unserer Existenz sind, wenn diese ausgewogen, die Grundlage eines starken Menschseins. Dieser 3 Klang zeichnet uns aus. Ein Ungleichgewicht entsteht wenn wir 1 oder gar 2 Seiten zu wenig in unseren Leben leben.

Das Sein

ist unsere Kraftquelle. Im Sein verbrauchen sicherlich auch Nahrung um unseren Körperstoffwechsel zu erhalten. Unser Innerstes – manchen Sagen unsere Seele – tankt dabei aber Kraft auf. Sein bedeutet mehr als nur in sich Versunken sein. Sein ist überall da wo das Tun und das Denken nur am Rande stattfindet. Es ist der Zustand von BewusstSein ohne daß das Denken oder eine Absicht im Vordergrund steht. Es gibt viele Beispiele dafür.

  • An einem offenen Feuer ganz wachsam aber ohne Gedanken das Feuer sehen
  • Ohne das das Ziel im Mittelpunkt steht Schritt für Schritt auf den Berg gehen
  • Versunken im Sein ohne das das Ziel das wichtige ist im Garten arbeiten
  • Gehen in der Natur für den Blick der Natur
  • Meditieren ohne das es um etwas geht wofür die Meditation steht
  • Einfache Arbeiten durchführen ohne dass es um das Ziel der Arbeit geht
  • Wachsam etwas nachsinnen und dabei nicht aktive Denkprozesse betreiben
  • Laufen oder Radfahren ohne dabei eine Strecke im Kopf zu haben
  • ganz präsent auf der Autobahn unterwegs sein ohne aktiv zu denken oder das Ziel im Kopf zu haben
  • eine sinnliche Massage geniessen
  • in der Sauna sein
  • Sinnlichkeit – mit einem Menschen, in der Natur, mit den Elementen …
  • einfach mal nur da sitzen und frei von aktiven Gedanken sein
  • mit Menschen einfach nur zusammensein – jeder macht seins, es wird wenig gesprochen und trotzdem fühlen wir uns verbunden
  • ….

Das Tun

Hier geht es um das Schaffen, um aktive Schöpfung in unserer Materiellen Welt

  • Arbeiten ausführen um etwas erschaffen – praktisch, kreativ, dienend im Flow sein
  • Den Garten bearbeiten um Ihn zu voller Blüte und Pracht zu bringen, oder um später im Jahr Ernteertrag zu haben
  • Aufgaben Bewältigen und die Ernte der Erfolge zu bekommen
  • Was aufbauen – ein Haus, eine Existenz, einen Erfolg …
  • Etwas Lernen
  • Etwas rechergieren
  • Sich bilden
  • Mit Menschen im Austausch sein

Das Denken

  • überlegen was zu tun ist
  • Eine Herausforderung überdenken und Lösungen finden
  • E-mails schreiben oder beantworten
  • in soziale Netzwerke aktiv sein
  • mit anderen zusammen Überlegungen machen
  • alles Formen von Arbeit bei dem das Denken im Vordergrund steht
  • aktives Überlegen wie ich den Tag, die Woche oder mein Leben gestalten möchte
  • Formalien bearbeiten
  • Konzepte machen

Kommt einer dieser 3 Bereiche zu kurz, fühlen wir uns anfangs unausgewogen oder nervös, später erschöpft oder deprimiert.

Das heute bekannteste Phänomen von fortwährender Unausgewogenheit ist das „Brennen“ oder „Ausbrennen“ – der Burnout. Was hier immer fehlt ist der Bereich des Seins, oft so weit das dies gar nicht stattfindet

Ein anderes Phänomen ist der Boreout. Hier fehlt neben dem Seinsaspekt meist auch der Tun-Aspekt, manchmal kommt sogar der Bereich des Denkens auch noch zu kurz. Die Symptome sind ähnlich dem Burnout manchmal sogar gleich. Hier ist auch zu erkennen das es nicht um das Nichtstun geht. Nichtstun wird oft mit Sein verwechselt. Sein hat immer einen hochen Grad von Wachheit und Bewusstsein. Im einfachen Nichtstun fehlen hingegen Wachheit und Bewusstsein.

Bin ich nur mit dem Sein beschäftigt, dann kommen die anderen beiden Formen – Tun und Denken – zu kurz. Vielfach verwechsele ich aber auch den Zustand des Seins mit der Suche danach. Hier sei kurz angemerkt, sobald ich eine Form schaffe um im Seinszustand zu sein verliere ich diesen meist. Meditation um was zu erreichen bringt uns nicht wirklich tief dort hin wo wir eigentlich hinkommen wollen.

Wo zuwenig Sein im Leben ist hat das modifizierte Ego immer ein starkes Übergewicht gegenüber dem freien BewusstSein. Ein starkes modifiziertes Ego birgt in sich immer eine latente starke Unsicherheit. Diese Unsicherheit versucht das Denk-Ich (Ego) mit Kontrolle auszugleichen. Da wir das Leben mit all seinen Aspekten aber nie umfassend kontrollieren können kann nie eine wirklich tief verwurzelte Sicherheit entstehen. Aspekte der Kontrolle sind Macht, Abhängigkeit, Zwang, Widerstand …

Die Sicherheit kommt immer nur aus einem ausgewogenen Zustand von Sein, Tun und Denken. Dabei geht es immer um Aspekte der Seele, Psyche und des Körpers.