Liebe ist immer nur in Uns

Es macht den Anschein das Liebe etwas mit unserem Aussen zu tun hat. Wir sagen wir lieben unser Kind, wir lieben einen Partner, wir lieben unseren Garten, wir lieben unser Auto, wir lieben diese gedankenfreien Augenblicke am Berggipfel. Der Anschein ist dass es die Personen, Dinge oder Situationen sind die wir lieben. Schauen wir tief in uns rein, so ist es das Gefühl welches entsteht wenn wir annehmen. Also innerlich Ja sagen. Umso tiefer dieses innerliche Ja um so tiefer das Gefühl von Liebe – ein reines Körpergefühl in uns selbst mit uns selbst. Ausgelöst durch ein Aussen. Gestaltet von uns – unbewusst oder bewusst.

Dann gibt es da noch eine ganz andere Kategorie von scheinbarer Liebe – verliebt sein oder Besitz Lieben. Das hat aber mit der Liebe die anfangs beschrieben wurde nichts zu tun, denn diese Liebe gehört in die Kategorie „Meins“ und ist nur mit unserem Denk-Ich (modifizierten Ego) verbunden. Letztendlich also eine Illusion. Das Verliebt sein hingegen ist die Liebe zu unserer Lebendigkeit die wir in anbetracht einer Vorstellung von einem Menschen produzieren. Typisch beim Verliebtsein ist daher das diese überlicherweise nach 3 Monaten anfängt weniger zu werden oder sich sogar verliert.

Das Gefühl der Liebe die voll und ganz Ja sagt ist hingegen mit dem Sein verbunden und hat somit nichts mit „Meins“ zu tun. Diese Liebe kann man ausdehnen. Von den Kindern und dem Partner auf die Natur, andere Menschen, das Leben – einfach im Sein Ja sagen. Gegen diese Ausdehnung des einfach Ja-Sagens wird sich das Ego sperren. Warum? Ganz einfach, wenn wir das Ja auf jeden Augenblick, alle Personen, alle Dinge und Begebenheiten ausdehnen, dann gibt es gut und schlecht nicht mehr. Diese Dualität braucht aber das Ego als Futter denn sonst löst es sich einfach in Wohlgefallen oder Wohlgefühl auf. Ohne der Einteilung der Welt in Dualitäten wie + und -, Gut und Schlecht usw …. gibt es das Ego als Ich-Illusion nicht mehr. Je mehr Dualitäten und damit Abgrenzung  um so mehr Ego. Je mehr allumfassendes Ja – also Liebe in der ursprünglichsten Form – umso mehr bin ich bei mir Selbst und um so mehr Wohlgefühl (Freude) stellt sich ein.

Eins möchte ich noch dazu sagen. Es geht nicht um Positionslosigkeit oder Uneigennützigkeit. Das erste allumfassende Ja sollte immer uns Selbst im Sein gelten. Wir sagen ja zu den Menschen und können gleichzeitig für uns sorgen ohne die Anderen in ein Schlecht oder Minus zu stellen.