Lernprozesse – Fahrradfahren als Vorbild meinen Weg zu gehen

Das Fahradfahren

  • Ich interessiere mich dafür – der vage Wunsch
  • ich beschäftige mich innerlich intensiv damit, wünsche mir Fahradfahren so wie die anderen
  • Ich will es wissen – der unbedingte Wunsch, es geht los
  • Ich brauche ein Fahrrad
  • Ich schaue zu wie es die anderen Machen tun
  • Ich starte mit dem Lernen durch beginnen – mache schnappen sich das Fahrrad und probieren es selbst, manche bitte anderen sie dabei zu unterstützen (bei mir war es mein Vater)
  • Ich überwinde meine Angst oder meinen Zweifel, die aus Unwissenheit und der bisherigen Unfähgkeit kommen, weil ich es ohne Bedingungen können möchte. Daher lasse ich meine Aufgeregtheit zu.
  • Ich mache es, bin aufgeregt und Umsichtig (gewisse Vorsicht)
  • Ich spüre meine Grenzen und erweitere diese mit Aufregung, Wachsamkeit Stück für Stück und immer besseren Können
  • Ich fahre, anfangs etwas unsicher und wackelig, muss vielleicht hin und wieder mal absteigen
  • Wenn ich mein erstes Können unterschätze oder zu spät reagiere kann es gut passieren dass ich auch mal hinfalle – dann schüttliche ich mich, vergieße vielleicht auch mal Tränen und beginne erneut
  • Von Mal zu Mal gelingt es mir meist unmerklich besser
  • Ich bleibe dran, wenn ich es wirklich können will (ich will es wissen) dann fahre ich täglich
  • Nach einem Jahr stelle ich in einem besonderen Augenblick fest das ich das Fahradfahren kann und kann mir gar nicht mehr vorstellen das es Anfangs so schwierig war und vielleicht fast unmöglich erschien
  • Wenn ich es regelmässig tue stelle ich vielleicht eines Tages fest das ich ein wahrer Meister des Fahrradfahrens geworden bin

In einer Welt in der es noch keine Fahrräder gibt und damit noch kein Wissen über Fahrradfahren, ist die allgemeine Meinung das es sowas wie Fahrradfahren nicht gibt und es auch nie möglich sein wird. Nur einzelne erweitern Ihre Vorstellung damit Ihr Wissen über den allgemeinen Stand des Wissens hinaus – wir sagen es später es sind Genies und Erfinder. Die Allgemeinheit sagt zum Zeitpunkt des Erfindens meist es sind Spinner, Verrückte, Utopisten oder Träumer. Aber nur mit der Erweiterung unserer Vorstellung, des Wissens und unserer Fähigkeiten entwickelt sich die Welt.

Es gibt viele andere Dinge (Alle) die wir auf diese Weise wie das Fahrradfahren getan (gelernt) haben. Sei es das Gehenlernen, Verstehen und Sprechen, aber auch Dinge die wir vielleicht gar nicht so besonders lieben (Schreiben, Lesen, Rechnen, Aufräumen, mit Geld umgehen …). Wir können es meist gut oder ausreichend. Wir wurden Alle in die Welt geboren und konnten so gut wie nichts. Was uns allen gemeinsam ist, wir haben unser Bewusstsein. In der Form wie wir es besitzen ist es auf der Welt einzigartig und es befähigt uns über unsere bisherige Vorstellung hinaus uns und die Welt zu erweitern.

Es sind aber nicht nur die physischen Fähigkeiten und Fähigkeiten unseres Denken die wir in der Weise des Fahrradfahrens erlernen, sondern unsere bisher vielleicht wenig beachteten inneren Fähigkeiten wie die Lenkung unseres Bewusstseins, inneres Wissen, inneres Fühlen, Hingabe und Selbstliebe …. Auch Gottvertrauen erlernen wir auf diese Weise – Stück für Stück, Anfangs mit Aufregung und Wackeligkeit bis hin zur absoluten Sicherheit.