Die innere Handbremse

Seit nunmehr fast 20 Jahren bin ich im Coaching tätig. Bei Allen Veränderungsprozessen bin ich immer wieder auf ein besonderes Phänomen gestossen. Es ist als ob es eine „Handbremse“ in Uns gibt, die insbesondere positive Entwicklungen ausbremst.

Typische Merkmale sind:

  • ich brauche noch Wissen
  • ich muss noch ein funktionierendes Konzept machen
  • ich kann jetzt noch nicht
  • ich muss erst noch auf des „Pudels Kern“ kommen bevor ich loslegen kann
  • ich muss erst dieses und jenes machen
  • andere halten mich davon ab
  • das ist doch nicht möglich, dass kann ich doch nicht tun
  • ich habe kein Geld, nicht genügend Zeit
  • das macht keinen Sinn, da das andere ja auch schon machen
  • ich weis nicht wo ich anfangen soll
  • … und viele Weitere

Allem Gemeinsam ist ein Gefühl von es geht nicht oder es geht noch nicht. Bei genauerer Betrachtung ist es ein Gefühl von blockiert sein das die Lebendigkeit in uns runter fährt.

Erstaunlich ist, auch wenn Alle offenen Fragen doch zu klären sind … wie zum Beispiel „wie soll ich anfangen“ geht es in ganz vielen Fällen einfach nicht weiter. Hier ist auch der typische Zeitpunkt an dem das Coaching vom Kunden abgebrochen wird. Es ist eine starke Energie der Verhinderung. Aber was ist das genau? Hinter allen Punkten steckt auf jeden Fall immer – oft verborgen – Angst. Eine unsichtbare lähmende Angst.

Die Angst betrifft verschiedene Punkte:

  • Angst vor der inneren Größe
  • Angst sich zu zeigen
  • Angst daß sich damit das gewohnte Leben verändert – obwohl erwünscht
  • Angst weil es keine Garantie auf Erfolg gibt.
  • Aber auch bei Erfolgsgarantie – werden die nächsten Schritte nicht gegangen
  • Also liegt darunter nicht die Angst vor dem Scheitern, sonder eine noch weit mächtigere unsichtbare Kraft von Angst

Es ist die Angst des gewohnten Ichs zu „sterben“ für ein neues Ich!

Alle anderen Ängste leiten sich aus dieser Angst erst ab. Sozusagen eine Verzweiflungstat des „Alten Ichs“ mit allen Mitteln das Neue zu verhindern.