Der Weg ist das Ziel – Eine Halbweisheit

Der Weg ist das Ziel ist ein viel zitierter Satz.

Aber ist dieser Satz wirklich so geschrieben oder so gemeint. Wohl eher nicht. Denn mit diesem Satz wird ein neues Ziel suggeriert. Das Ziel des Weges.

Wer auf einen Berg geht kennt in der Regel den ursprünglichen Satz, dessen Bedeutung einen völlig anderen Inhalt hat.

„Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“

(Konfuzius, 571 – 479 vor Christus)

Um es in der Weise einer schönen und abenteuerlichen Bergwanderung zu beschreiben. Ich suche mir den Berg aus und gehe Schritt für Schritt in dem Tempo und in der Art und Weise die mir in jedem einzelnen Moment gerade entspricht. Es kann sich beim Gehen herausstellen, dass der ursprüngliche Weg auf den Berg mir nicht entspricht oder mir nicht zusagt und sich ein passenderer Weg zeigt.

Ich gehe Schritt um Schritt und wenn ich mich etwas verstiegen habe so gehe ich manchmal auch ein paar der vielen schon gegangenen Schritte zurück um auf anderen passenderen Pfaden meinen Weg fortzusetzen. Auf dem Weg bin ich ganz in jedem Moment und so wird der Aufstieg bereits zu einer wunderbaren Erfahrung.

Durch das Schritt für Schritt geht es sich gut, da ich mich nicht mit dem dauernden Blick auf den Gipfel klein mache oder mich überfordere. Und nach einiger Zeit werde ich erstaunt sein wo mich diese Schritte bereits hingebracht haben. Die Freude des Gehens bringt mich unversehens immer mehr in Richtung Gipfel.

Und nach vielen einzelnen schönen und herausfordernden Momenten bin ich weit oben irgendwann da wo ich innerlich hin wollte. Es ist der Gipfel den ich dann geniessen kann, es ist aber auch mein Gefühl des Weges welches immer noch in mir schwingt und mich bereichert. Zusammen ist es das wunderbare Gefühl eines erfüllenden Aufstiegs und meines Gipfels.