Alles ist immer noch verbunden – also gewissermassen Eins

Das Alles miteinander verbunden sein solle wollte mir weder aus religiös-spiritueller Sicht noch aus physikalischer Sicht in den Kopf. Wie ist das vorstellbar und vor allem wie sollten die Informationen fliessen, wenn das Licht auch Zeit braucht und trotzdem immer und überall gleichzeitig im gesamten Universum alles miteinander Verbunden ist.

Wie immer ist es unser Glauben im Denken und der Stand des allgemein anerkannten Wissens in der Gesellschaft welche uns Barrieren im Kopf errichten und uns daran hindern Neues zu verstehen. So war es schon zu allen Zeiten.

Sehen wir uns die Teilchenphysik und Quantenmechanik an, so können wir uns diesem Thema annähern. Zum einen ist es so, dass Quanten allein durch die Beobachtung Ihr Verhalten verändern und dass zwei aus einer gemeinsamen Quelle stammende verschränkte (aufs Engste in den Eigenschaften verbunden) Teilchen immer und überall die gleichen Zustände haben. Das soll heissen, was mit dem einen Teilchen gemacht wird geschieht exakt und gleichzeitig mit dem anderen Teilchen ohne das auf das andere Teilchen eingewirt wird. Nun könnte man meinen das Phänomen ist doch sicherlich auf kleinste Teilchen beschränkt. Neueste Untersuchen legen aber mehr als Nahe, das dies nicht nur im Kleinen passiert sondern auch im Großen.

Wenn wir uns nun noch verbildlichen, dass alles zum Zeitpunkt des Urknalls aus einem Punkt zur gleichen Zeit entstanden ist, so müssen wir davon ausgehen das also Alles – und wirklich Alles – miteinander verschränkt ist. Das heißt dann, was einem Teilchen oder einem Lebewesen (wir bestehen alle aus Urknallsubstanz) passiert gleichzeitig im ganzen Universum überall bekannt ist – also Verbunden. Da bei Verschränkungen immer Gleichzeitigkeit herrscht, kann diese Verbindung nicht mit derzeitiger Physik erklärt werden. Einstein spricht zum Beispiel daher von einer spukhaften Fernwirkung. Ein Spuk ist das aber nicht,  sondern nur eine bisher unerklärliche tatsächliche Erscheinung.

Nun kommt noch eine Besonderheit von dieser „spukhaften Fernübertragung“. Da die Übertragungsgeschwindigkeit unendlich ist (gleichzeitig im gesamten Universum) so sollte auch der Informationsgehalt unendlich sein. Das würde bedeuten das überall und an jedem Ort unendliche (also alle) Informationen zur Verfügung stehen können. Es gibt wegen der unendlichen Geschwindigkeit keine Begrenzung der Menge der zu übertragenden Informationen. Damit wäre überall jede Information des Universums überall verfügbar. Das Problem ist dann nur das Lese- oder Übersetzungsmodul welches diese Informationen in der Welt der Physik verfügbar macht.

Stellen wir uns nur mal vor ein Gerät welches die Schnittstelle dieses unendlichen Systems mit dem endlichen System herstellt gäbe es wirklich. Dann müssten wir nur Wissen wie wir dieses Gerät einsetzen und wir könnten auf Teile oder Ausschnitte des Unendlichen Systems je nach Bedarf zurückgreifen.

Nun noch ein kleines Gedankenexperiment. Sie haben sicherlich auch schon erlebt, dass Sie ein technisches Gerät vor sich liegen haben aber nicht wissen wie sie dieses bedienen sollen. Oder Sie haben ein technisches Gerät und können mangels Wissen die Informationen nicht entschlüsseln. Ein ganz einfaches Beispiel für letzteres dürfte ein Morsegerät sein. Es kommen immer kurze und lange Impulse bei Ihnen an, sie können dieses mangels Wissen um das Morsealphabeth, nicht als Nachricht entschlüsseln. Sie würden vielleicht noch nicht mal erkennen das es sich um eine wichtige Nachricht handelt Also wir brauchen zum einen eine Gebrauchsanweisung und Informationen wie diese Informationen zu lesen sind.

So oder ähnlich würde es heute einem Ägypter aus dem 3. Jahrtausend vor Christus mit einem Handy gehen. Es würde Ihm eine Gebrauchsanweisung zum Beispiel in Deutsch und eine Beschreibung wie die deutsche Sprache zu übersetzen sei fehlen. Hat er beides könnte er mit einer gewissen Neugier sowohl mit der Nachricht als auch mit der Information umgehen. Wüsste er darum dass es sich um wichtige Informationen handelt und hätte er die Gewissheit die Nachricht entschlüsseln zu können, so würde dies die Bereitschaft stark erhöhen.

Wollen wir ein Stück weiter denken. Was wäre wenn wir Menschen eine weitere, besondere, einzigartige Gabe jenseits des Denkens hätten. Was wäre wenn sowohl unser Gehirn als auch unser ganzer Körper zum einen einen traditionell physischen Teil hätte und daneben einen Bewusstseins-Teil also seinen metaphyischen (über die Materie ninausragend) Teil. Also wenn wir in Gehirn und Körper zum einen Teil physisch agieren und wir zum Anderen einen Geist- bzw Bewusstseinsteil hätten. Dann wären wir ein wichtiges Element was die Verbindung von Physik sowie Denken mit der Bewusstseinsebene herstellt. Unser Ego (konditioniertes oder modifiziertes Bewusstsein) wäre dann eher sowas wie ein heute gewöhnlicher Computer und unser Geist (freies Bewusstsein) sowas wie ein unendlicher Quantencomputer. Wir würden dann zum einen in unserem Denk-Ich Erfahrungen in begrenzter Weise aufzeichnen und zum Beispiel in unserer Seele unsere Erfahrungen in unbegrenzter Weise aufzeichnen. Beim physischen Tod würden dann nur alle Informationen des Egos verloren gehen. Alle Aufzeichnungen in der zeitlich wie räumlich unbegrenzten Seele würden weiter Bestand haben und somit nicht verloren gehen.