Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Nach vielen Erfahrungen der letzten Monate – insbesondere rund um das Thema „freies unkonditioniertes Bewusstsein“ und wie wir unser Leben gestalten – aus einem freien Plan oder aus den Zufälligkeiten unseres gewohnten Seins – möchte ich an dieser Stelle zusammenfassen worum es geht und die Zusammenhänge.

  1. Wenn wir uns auf den Weg machen uns etwas näher zu erforschen, dann ist es relativ einfach festzustellen, daß unsere tiefste Ebene was anderes ist als unser Denken und unsere Emotionen.
  2. Mit dem freien Bewusstsein – was unsere freie Aufmerksamkeit ist – können wir die Wirklichkeit befreiter von unseren Alterfahrungen wahrnehmen.
  3. Wir sind auf dieser tiefsten Ebene so frei wie es nur gerade geht. Dabei haben wir die Möglichkeit durch die Ausrichtung unserer freien Wahrnehmung uns zufällig und gewohnheitsmäßig auf unsere Verletzlichkeit zu konzentrieren. Dann richten wir vielfach uns auf das aus was nicht erwünscht ist – auch in der Form, daß wir die Welt anders erleben wollen als das was wir nicht wollen.
  4. Wenn wir da starten was wir nicht wollen oder wir verändert wollen, dann mag unser Denken auf das andere ausgerichtet sein, doch unser Bewusstsein ist auf das Problem, das Hindernis, usw. ausgerichtet. Es ist das Paradox das entsteht wenn ich Ihnen beispielsweise sage „denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“
  5. In üblicher gewohnter Weise denken wir unsere Zukunft aus unserer erlebten, erfahrenen und bewerteten Vergangenheit heraus. Unsere Gedanken entstehen aus all dem was wir bereits erfahren haben.
  6. Um wirkliches Neues in unsere Wirklichkeit zu bringen bedarf es einer anderen Ebene als unserer Gedanken und Emotionen.
  7. Emotionen sind Erlebensmuster aus unserer gelebten Vergangenheit. Viele dieser Emotionen haben Ihre Wurzeln in ganz frühen Erfahrungen unseres Lebens.
  8. ca. 95% (ich denke dass es sogar noch mehr ist) unseres täglichen Seins entspringt den Mustern unseres Denkens und unseren Gewohnheiten die Welt wahrzunehmen.
  9. Unser Bewusstsein ist somit in unseren Mustern unseres Erlebens gebunden. Es ist Bewusstsein welches im Körper gebunden ist. Daher bedarf es bei jeder wirklichen Veränderung meist einer gewissen Anstrengung.
  10. Warum gelingt es uns nicht freier und schöpferischer zu sein? Weil unsere Gewohnheiten uns nicht erlauben wirklich frei zu wählen.
  11. Wie kommt es daß wir unsere Wünsche nur so bedingt in unsere Wirklichkeit bringen können? Weil wir oft auf Grund unseres Gewohnten so wenig Gewissheit haben, dass der Wunsch sich erfüllt. Und warum haben wir so wenig Gewissheit? Weil unser gewohntes Fühlen und Denken unseren Wünschen nach Neuem als Antagonisten gegenübersteht.
  12. Was Bedarf es, daß wir mehr unser Gewünschtes in unser Leben bringen?
    – die klare Vorstellung von dem was wir wollen, aus einer Intension des Wollens heraus und nicht aus einer Sicht was wir nicht wollen
    – ein Fühlen was größer ist als unser gewohntes Fühlen
    – und die Gewissheit darüber daß es geschehen soll/wird – an dieser Stelle rebelliert der Verstand, unser Denken und unser Fühlen meist, weil wir diese Gewissheit nicht kontrollieren können und dürfen
  13. Und genau dafür ist unser „freies Bewusstsein“ nötig und hilfreich, denn unser freies Bewusstsein braucht keine Sicherheit und Kontrolle, da es keine Angst kennt. Dieser freie Teil in uns kann buchstäblich Alles so annehmen wie es gerade im Moment geschieht. Für unser Ego und unser Denken ist das unvorstellbar.
  14. Warum kann unser freies Bewusstsein Alles einfach so annehmen? Da es offensichtlich keine Verletzlichkeit kennt. Also ist das freie Bewusstsein der unverletzliche Teil in uns.
  15. Wenn wir in unserer tiefsten Ebene unser freies Bewusstsein sind und dieses wirklich Alles ohne Schmerz annehmen kann, dann ensteht aus dem Erleben dieser Unverletzlichkeit eine Basis in uns die ohne Zweifel und in tiefer Hingabe zum Leben ist.
  16. Verletzlich ist unser Denken und unser Ich was mit unserem Denken identifiziert ist und unser Körper der mit unserem Denken und Emotionen verbunden ist. Der Tod ist das was Alles verletzliche aufhebt – Körper, Denken, Ego-Ich und Emotionen. Im Tod lösen sich all diese Dinge auf.
  17. Jetzt stellt sich die Frage, wie kommt es daß unser freies Bewusstsein sich so unverletzlich verhält? Dafür gibt es eine Erklärung die Sie selbst für sich, also jeder für sich prüfen muss. Unser Bewusstsein kann sich meines Erachtens nur deswegen so unverletzlich fühlen und geben, da es (für mich) offensichtlich den Tod auf irgendeine Art und Weise überdauert. Es ist der Teil der in so vielen Nahtoderfahrungen als weiter bestehend beschrieben ist. Es ist der Teil der bei so vielen Mystikern aus allen Religionen als das Unsterbliche beschrieben ist.
  18. Das freie Bewusstsein ist aus meiner Sicht nicht das was üblicherweise Seele genannt wird, sondern der Teil der gänzlich frei ist von jeglicher Bindung.
  19. Die Seele scheint ein sehr tiefer Teil des freien Bewusstseins zu sein. Das freie Bewusstsein erfährt die Welt und das was wir Seele nennen ist scheinbar der Erfahrungsspeicher unserer Leben. Da das unverletzliche Bewusstsein die Welt wahrnimmt sind die gespeicherten Erfahrungen gänzlich anderer Natur als wir diese üblicherweise aus unserem Ego wahrnehmen würden.
  20. Für mich stellt sich die Frage nach folgenden 3 Punkten:
    – Wie finde ich dass was ich wirklich aus einer freien unpolaren Ebene heraus wirklich will – Formulierung eines grundlegenden Wunsches ohne richtig und falsch?
    – Wie kann ich meinen gewählten Wunsch mit all meinen stärksten, tiefsten und besten Gefühlen begleiten?
    – Wie sorge ich dafür, daß mein Wunsch stärker ist als meine Gewohnheiten und diese damit überwindet?
  21. Meditation – also innere Einkehr – mehr bewusstes Sein im Alltag und die Wertschätzung des Körpers bilden ein gut praktizierbares Fundament für mehr Freiheit des Bewusstseins.
  22. Auf Grund der gesellschaftlichen Gegebenheiten und der Einflüsse des Grundbewusstseins aller Individuen ist das freie unkonditionierte Bewusstsein bis heute nicht unser Normalzustand – hier scheint aber etwas in Bewegung zu kommen.
  23. Das Stresssystem unseres Körpers – was eigentlich nur dazu da war/ist in kurzfristigen Notsituationen – die konkrete kurzzeitige Bedrohung unserer Körperintegrität durch Aktion zu schützen – ist heute mehr oder weniger unser Normalzustand.
  24. Damit ist unser Körper so sehr auf die inneren chemischen Zustände des Stress eingestellt, daß dieser in einer Abhängigkeit dazu steht. Damit erzeugt unser Körper über durch unser damit verbundenes Denken immer wieder Gegebenheiten und Umstände die diesen inneren Zustand herstellen.
  25. Gewohnheiten können nur unterbrochen werden durch einschneidende Ereignisse und/oder durch das Unterbrechen der Gewohnheit zum Zeitpunkt des ersten zur Gewohnheit zugehörigen somatischen Markers (erstes Körpergefühl)
  26. Um dieses erste Körpergefühl in der Kette des Gefühls mit den folgenden Emotionen und dem daraus entstehenden Denkens wahrzunehmen bedarf es Anfangs einer besonderen Aufmerksamkeit. Mit der Aufmerksamkeit entsteht eine Lücke oder Verlangsamung der automatischen Abläufe.
  27. Ab dem Zeitpunkt an dem der erste somatische Marker eindeutig und umfassend wahrgenommen werden kann, ist ein Lösen des Automatismus möglich und erstmalig entsteht die Freiheit des Handelns.
  28. Ein Gefühl was auf der Ebene der ersten somatischen Marker voll und ganz gefühlt wird, kann sich auflösen und die Kette der Emotionen wird damit aufgelöst. Es entsteht innere Freiheit
  29. Unser jeweiliger Körper hat sich bestmöglich auf den jeweiligen Gesamtzustand und die bisherige Art zu Leben eingestellt. Das geht soweit, dass dieser sich der üblichen Köperchemie und dem üblichen Gesamtenergieniveau angepasst hat. Er versucht durch Eingreifen in unser Fühlen und Denken diesen gewohnten Zustand immer wieder aufs Neue herzustellen. Steigt das Engieniveau im Köper an, kann dieses ungewohnte Niveau zu einem Gefühl von Nervosität führen.
  30. Wollen wir Gewohnheiten ändern, so ist es immer ratsam das Engieniveau des Körpers auf ein höheres Niveau zu bringen. Dabei muss innerlich gelernt werden dieses höhere Niveau auszuhalten und die Energie auf gute Weise neu zu nutzen. Körper und Geist müssen dabei jeweils immer mit einbezogen werden.