Lebendigkeit, Freude und hingebungsvoller Sex

Es ist die Lebendigkeit in Uns, die eine besondere Bedeutung hat.

Zum einen sehnen wir uns instinktiv danach, zum anderen bereitet diese uns wahrscheinlich am meisten Angst. Angst davor das Wagnis des Lebens mit all seinen Erfahrungen wirklich einzugehen.

Stattdessen flüchten wir vor unserer unmittelbaren Lebendigkeit in unendlich viele Ablenkungen und Kompensationen. Wir suchen nach Macht, Geld, scheinbarer Sicherheit, unverbindliche Abenteuer, Ablenkung, Drogen, Alkohol, exessiver Arbeit und in unserer heutigen Zeit insbesondere in die Versuchungen des Internets.

Vor was wir uns flüchten ist das Wagnis uns voll und ganz wahrzunehmen, zu spüren und zu erleben. Den Drang der Lebendigkeit haben wir umgelenkt in Nervosität, Pläne, Aufgaben und Vorstellungen über unser Leben. Gerade im sexuellen, in dem unsere Lebendigkeit sich am intensivsten bemerkbar macht, verzetteln wir uns. Wir lehnen die immense Energie ab, haben uns Konstrukte von Gut und nicht gut geschaffen. Das Sexuelle wir entweder verneint oder aber findet verbogen statt.

Es ist das Paar aus Lebendigkeit und tiefsten Sinn was uns im Leben unter all unseren Gedanken und Emotionen antreibt, uns quasi durch das Leben schiebt. Wir Suchen aber zumeist nicht da wo eigentlich zu suchen ist sondern weichen stattdessen in alles Mögliche aus.

Wird Lebendigkeit nicht so gelebt wozu diese da ist, so entstehen unförmige Ausformungen. Wird der tiefste Sinn nicht mit den passenden Mitteln gesucht, sondern im Bereich unseres Denkens, dann finden wir nur einen schlechten bis mässigen Ersatz dafür.

Ist unsere Lebendigkeit eingebettet in einen tiefsten Sinn und der Bereitschaft sich im Leben aus einer tieferen Ebene (z.B. dem intuitiven Geist) führen zu lassen, so gerät diese in unbefriedigende Formen.

Geben wir uns Raum unsere Lebendigkeit ohne Muster und Vorurteile anzunehmen, so breitet diese sich immer mehr in Form von Freude in unserem Leben aus, auch in schwierigsten Situationen. Dies ist für unser bisheriges Denken so unvorstellbar, dass wir es abschliessend nicht zulassen können. Wir verweigern uns der Tatsache, dass das Leben an sich ein wunderbares Wagnis ist, in welchem wir uns der Führung einer tieferen Ebene – des intuitiven Geistes – anvertrauen dürfen. Stattdessen will unser Ego mit seinem Denken und den damit verbundenen Erlebensmustern das Wagnis in eine Form gießen. Damit schneiden wir aber immer einen kleineren oder größeren Teil unserer Lebendigkeit ab.

Wirkliche Hingabe bedeutet sich hineinzubegeben. Sich hineinzubegeben braucht Vertrauen. Vertrauen in sich Selbst, in die Führung des eigenen Lebens und dann sich anvertrauen in einen Menschen der vertrauenswürdig ist. Sind diese Vertrauensformen nicht gefunden, so ist die Hingabe nur zeitweilig und somit nicht wirklich. Hingabe an sich beeinhaltet sich der inneren Führung zu übergeben. Ist die innere Führung nicht zugänglich, weil von Erlebensmustern überdeckt, kann diese nur scheinbar stattfinden und muss zwangsläufig zu Enttäuschungen führen. Die Ent-Täuschung findet in uns darüber statt, dass ich noch nicht meine Quelle der innereren Führung gefunden habe und ich somit Wege gehe die von meinen Erlebensmustern vorgegeben sind. Die Wege die mir mehr entsprechen sind damit aber nicht offen und finden nicht statt.