Finden statt Suchen – der wesentliche Unterschied

Ganz einfach erklärt ist der entscheidende Unterschied zwischen suchen und finden folgender. Beim Suchen sind wir aktiv mit dem Vorgang des Suchens beschäftigt, weniger mit dem Finden an sich. Beim Finden suchen wir nicht, sondern sind mit dem Finden verbunden. Der Verstand sagt mir wie vielleicht auch Ihnen – Ja aber um zu finden muss ich erst einmal suchen. Das scheint von der einfachen Logik des Denkens richtig zu sein. Aber braucht es für das Finden wirklich das Suchen oder ist der Findevorgang was Eigenes und manchmal im Suchen inbegriffen?

Finden können wir auf dreierlei Weise:

  • über das Suchen
  • durch Zufall – es fällt uns zu, es erscheint für uns
  • durch Achtsamkeit auf das was wir uns Wünschen – wir ziehen es an

Suchen ist hingegen:

  • sich bemühen etwas zu finden
  • bemüht sein – also Mühe erzeugen
  • versuchen

Wir dürfen uns darüber klar werden um was es uns geht – um das Bemühtsein oder um das Finden an sich

Gibt es beim Suchen eine Garantie etwas zu finden, bzw das zu einem Passende – nein

Gibt es beim Finden eine Garantie das passende zu finden – nein

Wo ist die Chance größer?

  • Wenn ich schon genau weiss wo sich etwas etwa befindet ist es leicht durch Suchen das Finden zu unterstützen
  • Wenn ich nicht genau weiss wo ich etwas finden werde, dann ist es leichter durch Finden das Finden zu unterstützen – als totale Offenheit, Wachsamkeit und Ausrichtung

Wenn es um uns Selbst geht dann unterstützt“bei Sich sein“ das Finden, „ausser sich zu sein“ hindert uns am Finden. Daher werden Findeprozesse gern mal in entspannten Minuten eingeleitet. Sobald ich aber den entspannten Moment suche um das Finden aktiv zu verbessern ist dieser Effekt wie weggeblasen.