Emotionen und Körpergefühle verstehen

Emotionen und Körpergefühle (somatische Marker) bestimmen unser Leben mehr als andere Dinge. Bis vor Jahren war es so, daß wir diesen Bereich vollkommen entweder vollkommen ausgeblendet hatten oder als gegeben und unabänderlich bezeichneten.

Wie kommt es daß ein so bestimmender Teil unserer Menschlichkeit keinen Eingang in Erziehung und Bildung bis heute gefunden hat. Ein Hauptgrund ist sicherlich daß die Gesellschaft sich dieser Tatsache nicht angenommen hat. Wir kommen aus einem Zeitalter des Verstandes und mit dem Verstand sind Emotionen und Körpergefühle zwar in einer gewissen Weise erklärbar, aber eben nicht verstehbar und kaum veränderbar.

So blieb bislang der Bereich der Emotionen und Körpergefühle unergründet. In den letzten 20 Jahren wird auch in der Wissenschaft die Bedeutung mehr und mehr anerkannt.

Es sind Emotionen und Körpergefühle die unsere Entwicklung maßgeblich mitbestimmen. Die Verhaltensweisen positiv, aber vor Allem auch einschränkend mitbestimmen.

Es wird Zeit, daß wir nun auch in diesem Bereich Aufklärung und Bildung betreiben. Dabei geht es weniger um die Erklärung der beschriebenen Phänomene, als vielmehr Bedeutung und das eigene Erkennen. Erst dann kann auch hier der Mensch mitgestaltend für ein positiv empfundenes Leben agieren.

Es geht insbesondere bei unseren Kindern darum sich selbst zu verstehen, die Gefühle einzuordnen und zu erfahren wie damit umgegangen werden kann um diese positiv mitzugestalten.

Es braucht eine Bildung für den das Leben am stärksten bestimmenden Teil – unsere Gefühlswelt. Der Rahmen ist sich selbst wahrzunehmen und zu erfahren wie Körpergefühle entstehen und sich auswirken. Wie diese durch Wahrnehmung und Aufmerksamkeit sich verändern können, ohne daß es hier einer Manipulation bedarf.

Wir brauchen Projektarbeit in Schulen zu diesem Thema. Erst dann werden wir uns hier bedeutend weiterentwickeln.

Die Folgen eines mangelnden Begreifens, Verstehens und Mitgestaltens sehen wir vor Allem in Bereichen der Arbeit (Burnount, psychische Belastungen) aber auch in der mangelnden Lebensfreude. Es wir Zeit daß wir uns diesem Thema ganz neu zuwenden.

Die wichtigsten Themenbereiche sind:

  • was ist ein Erlebensmuster – genannt Emotion
  • was ist ein Gefühl
  • was ist ein inneres Körpergefühl – genannt somatischer Marker
  • was sind Muster
  • was ist Gewohnheit
  • und was ist das Körpergefühl der Selbstverhinderung
  • wie verändert Wahrnehmung diese Wahrnehmensmuster
  • wie kann ich teils nicht nützliche Muster nach und nach verändern