Der Intuitive Geist – ein wahrlich „heiliges“ Geschenk

Seit einem Workshop vor ca. 5 Jahren lässt mich eine Äusserung Albert Einsteins nicht wirklich los.

Albert Einstein

 „Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“

 

Quelledes Bildes: Wikimedia Commons

Zu Anfangs ein vage Idee, Worte die was beschreiben was nicht wirklich verstanden wird. War der „intuitive Geist“ Anfangs mit Worten des Verstandes/Denken verbunden, so war es nicht leicht sich von dieser „Vorstellung“ zu lösen.

Dann beschäftigte ich mich mehr und mehr mit dem freien Bewusstsein, also der Instanz in Uns die volle Aufmerksamkeit ist aber ganz ohne Denken (Worte und erinnerter Bilder). Aber wenn Worte und erinnerte Bilder fehlen, was bleibt dann? Ein erst mal leerer Raum. Dieser Leere Raum ist so ungewohnt, dass er durchaus sowas wie „Angst“ auslösen kann. Warum Angst? Einfach weil ein leerer Raum ungewohnt ist. Alles was ungewohnt ist wird instinktiv erst mal gemieden oder angefüllt mit Denken und Emotionen.

Hält man diesen leeren Raum ohne Absicht (Selbstzweck) so tritt doch tatsächlich was zu Tage. Es entsteht ein pures Gefühl, ganz ohne Emotionen (Erlebensmuster).

Wie jetzt? Emotionen sind doch Gefühle!

Nicht ganz, bevor eine Emotion zu Tage tritt und sich ausbreitet, gibt es ein ganz klares inneres Fühlen. Erst einmal kaum wahrnehmbar und unterscheidbar von der Emotion. Aber nach und nach, wenn ich bei diesem „Erstgefühl“ bleibe, stellt sich ein immer klareres und deutlicheres Fühlen ein.

Nach und nach wächst diese Fühlen mehr und mehr an. Es wird klar, stark und deutlich wahrnehmbar. Es ist wie eine Ahnung die nach und nach zur Gewissheit werden kann. Deutlicher und klarer als alle Emotionen.

Und hier wären wir meines Erachtens beim Intuitiven Geist. Aus dem Fühlen wird immer mehr und immer zügiger eine Antwort. Es kommen sozusagen die richtigen Worte zu diesem Gefühl.

Aber Achtung, der Verstand oder das Denken, kann den intuitiven Geist nicht erfassen, da dieser grundlegender als unser Denken ist.

Das besondere dieses intuitiven Geistes ist, dass es sozusagen eine „frische Antwort“ ist, also jenseits unserer üblichen Denkmuster liegt.

Beim Verstand ist es gegenüber dem Intuitiven Geist wie folgt. Erst kommen die Worte, Bilder und verdeckten Gedanken, dann die Emotionen und dann das Fühlen.

Der Intuitive Geist macht es genau umgekehrt, erst das Fühlen und dann die Gedanken und vielleicht ein paar Emotionen dazu. Genauso belebend aber mit vollkommen anderer Quelle und Wirkung.

Das Einzige was es bedarf ist sich hineinzugeben – Hingabe in das eigene Sein und damit ohne Zweifel zu sein – also in sich hineinvertrauen. Diese Hingabe bedeutet aber auch dass ich weder Zeit noch Form bestimmen möchte. Ganz einfach aber wirklich nicht easy … weil wir es anders gewohnt sind.