Angst entsteht fast immer durch unser Denken

Was ist die Quelle fast aller unserer Ängste?

Fast alle unserer Ängste entstehen im Denken oder durch unser Denken. Dabei gibt es das uns bewusste Denken und das uns nicht bewusste unterschwellige Denken.

Die Quelle unserer Ängste hängt fast immer mit der Gewissheit unseres Egos zu scheitern oder zu sterben. Aus Angst entstehen  Situationen die uns wieder Angst machen.

Das freie Bewusstsein – bzw. unser Sein jenseits des Denkens hingegen kennt keine Angst. Wie kommt dass? Unser freies Bewusstsein ist von Bestand, auch über unseren physischen Tod hinaus. Daher ist Angst nicht nötig. In bedrohlichen Situationen entsteht höchstens eine spezifischen, kurz andauernde Furcht.

Daher ist der Weg aus der Angst immer der Weg aus dem Ego hin zu einem normalen Alltags-Ich. Also einem Ich was uns durch sein Denken weiterhilft, aber mit dem wir nicht direkt identifiziert sind.

Schritte zu Veränderung und Entwicklung

Die 4 Schritte um wirkliche Veränderung und Entwicklung zu ermöglichen:

  1. wahrnehmen was wirklich ist – alte Gedanken bei der Wahrnehmung aussen vor lassen
  2. annehmen was wirklich ist – also das wertfreie Annehmen der tatsächlichen Gegebenheiten, fern der jedem Menschen ganz eigenen Erlebensmuster
  3. Verantwortung dafür übernehmen welche Gefühle oder Emotionen sich aus der eigenen Situation ergeben
  4. Sich in das eigene Erleben hingeben – also keinen Schutz suchen, sondern frei werden.

Im 4 Punkt kann dann wirkliche Entwicklung stattfinden. Ich gebe mein altes Ich auf um ein neues zu finden.

Worte zählen weniger als was wirklich geschieht

Worte sind für unser Alltags-Ich ein gutes und nützliches Mittel. Es sind vor Allem die Worte die durch unser Denken aus dem Alltags-Ich ein Ego-Ich werden lassen.

Bekommen Worte eine übermässige Bedeutung – über ein einfaches Mittel hinaus – so verfälschen diese die wahrzunehmende Wirklichkeit in einem Übermaß. Wirklichkeit wird dadurch immer mehr zur gedachten Wirklichkeit. Wir entfernen uns damit mehr und mehr vom wirklichen Leben hin zu einem gedachten Leben.

Es sind sowohl die offensichtlichen Gedanken, wie auch die unterschwelligen Gedanken, die dann unser Leben bestimmen. Statt im jetzigen Augenblick leben wir mehr und mehr in einer gedachten Vergangenheit oder gedachten Zukunft. Wir entrücken uns dem einzig wirklichen – der Gegenwart, oder anders ausgedrückt dem jetzigen Moment.

Wie uns Worte verleiten können sehen wir genauso in der Politik als auch in Beziehungen. In der Politik wird uns Glückseligkeit versprochen, in unseren Beziehungen wird über Liebe gesprochen, wo keine Liebe (annehmen ohne Bedingung) ist. Beides wird zur Farce – eine Illusion.

Je weniger wir uns mit unseren Gedanken identifizieren um so weniger Macht haben Worte über uns. Stattdessen können wir erkennen was hinter den Worten steht, also die gelebte Wirklichkeit ist. Wir werden weniger und weniger durch Worte in Versuchung geführt, sondern erkennen das Eigentliche.

Damit bekommen Worte als pure Mittler ihre ursprüngliche Bedeutung zurück. Die Dominanz der Worte, Gedanken und selbstgebauten Bilder weicht mehr und mehr der eigenen Wahrnehmung – der unverschleierten Sicht auf die Wirklichkeit. Der Nebel lichtet sich mehr und mehr um den Blick auf die Wirklichkeit mehr und mehr frei zugeben.

Mehr noch wie das Radfahren erlernen bedarf es Übung und Anwendung wieder auf die unverschleierte Wirklichkeit zu blicken. Der Gewinn ist immens. Die Übung lohnt sich. Eine spezielle Meditation ist dabei nicht nötig, sondern kann durch die einfache Praxis in der Wirklichkeit mehr als ersetzt werden. Es Bedarf keiner Form sondern nur der simplen aber Anfangs nicht ganz einfachen Anwendung.

Intuition

Auch hier verweist die ältere Bedeutung des Wortes auf viel mehr hin als neuere Bedeutungen.

Intuition = unmittelbare Anschauung (mittellateinisch)

Also das Hinsehen ohne der unmittelbaren Bedeutungsgebung aus unserem Denken und aus unseren Alterfahrungen. Somit das Hinsehen aus dem Zustand des freien unkonditionierten Bewusstseins. Im Sinne von ganz und gar wahrnehmen – ohne Bewertung.

Was sich dann einstellen kann ist eine tiefere Sicht der Dinge und eine tiefere Antwort auf innere Fragen.

Vertrauen – aus einer anderen Sicht

Neben Sachverhalten und Vorstellungen über Personen gibt es noch eine ganz andere Art von Vertrauen. Das Vertrauen in eine Person in Ihrer Ganzheit – nicht nur in unsere Wünsche und Vorstellungen über diese Person.

Auch hier verweist die ursprüngliche Form des Wortes auf eine ähnliche aber ganz andere Bedeutung hin.

So schreibt Wikipedia hierzu:

„Vertrauen ist als Wort seit dem 16. Jahrhundert bekannt (altehochdeutsch fertruen, mittelhochdeutsch vertruwen) und geht auf das gotische trauan zurück. Das Wort „trauen“ gehört zu der Wortgruppe „treu“ = „stark“

Also kann Vertrauen neben der passiven Funktion auch eine ganz andere Funktion entfalten. Vertrauen in eine Person ohne Vorstellungen und Wünschen ermöglicht ein Stärkung in dieser Person.

Dies ist gerade für Kinder und Jugendliche von besonderer Bedeutung. Ich vertraue ganz ich Dich hinein – ermöglicht die Entfaltung der jeweils ganz spezifischen Stärken und Eigenarten einer Person. Dieses Vertrauen ermöglicht die Entwicklung des „Besten“ in einem Menschen. Es geht dabei nicht um Wünschenswertes sondern um die tieferen Potentiale eines Menschen.

Und daran mangelt es oft in Anbetracht der gewünschten Eigenschaften eines Menschen, und insbesondere unserer Kinder. Dieses besondere Vertrauen ohne Bedingung stärkt auf ganz einzigartige Weise das „Beste“ in uns Allen.

Meine Themen in 2017

Im folgenden Jahr stehen folgende Themen auf der Agenda:

  • freies Bewusstsein
  • einfache und tiefe Intuition – der intuitive Geist
  • wirklicher Kontakt – das Entfaltungspotential für die eigene Persönlichkeit
  • Jugendliche und Kinder – was Sie brauchen für die Entfaltung Ihrer ganz eigenen Persönlichkeit
  • Vertrauen durch Wahrhaftigkeit
  • Worte – verführer unseres Denkens
  • Ego und Selbst – was ist der Unterschied
  • Was liegt jenseits unseres Egos –  wir sind wir eigentlich wirklich
  • Unterschied Ego-Ich und Alltags-Ich
  • Warum es gut ist Emotionen und Urgefühle unterscheiden zu können
  • Innere Führung
  • Die tiefste Quelle unserer Lebendigkeit
  • Selbstvertrauen – viel mehr als ein starkes Ego
  • …..

Hierzu werde ich in 2017 Abende (Vorträge) und interaktive reale Workshops anbieten und dem Grundmotto:

  • Ein Abend mit Klaus Grieblinger zum Thema …
  • Ein interaktiver Workshop mit Klaus Grieblinger zum Thema …

Interaktiv bedeutet dabei, dass ich das Thema, mein Wissen, Raum und die Führung durch  die Veranstaltungen mit einbringe, wir aber zusammen den Inhalt durch Ihre dringensten Fragen und Bedürfnisse gestalten. Sie erhalten somit wirklich die Antworten die Ihnen auf dem Herzen liegen.

 

Die vier ganz unterschiedlichen Kategorien von innerem Fühlen

Weil wir es kaum (mehr) gewohnt sind innerlich zu fühlen, fehlt uns oft der entsprechende Zugang zum inneren Fühlen.

  • Emotionen – meist aufwühlende Gefühle in Form von ganzen Erlebensmustern. Emotionen sind lauter und stärker als die anderen Arten von innerem Fühlen und werden daher oft noch recht deutlich wahrgenommen. Emotionen sind Teil unseres Egos und spiegeln unsere gelebte Vergangenheit wieder.
  • Reines Körperfühlen – die Warnehmung von warm und kalt, von Schmerz und Lockerheit, von Kribbeln, von nicht fühlen, ….
  • Urgefühle – sind die Erstgefühle wie Unsicherheit, Traurigkeit, Freude, nicht richtig sein, … Aus diesen Urgefühlen können die Emotionen erwachsen, müssen es aber nicht, wenn wir beim Urgefühl verweilen
  • das tiefste innere Fühlen – in Form einer eindeutigen inneren Antwort von Richtig oder nicht Richtig. Das tiefe innere Fühlen ist ruhig, eindeutig und kann mit etwas Übung als sehr intensiv wargenommen werden. Einstein spricht hier vom intuitiven Geist, der wie ein genauer Kompass sein kann.

Je stärker wir im Ego gebunden sind um so weniger haben wir Zugang zu unserem inneren Fühlen. Das kann soweit gehen, daß selbst Emotionen und starke intensive Körpergefühle wie Schmerz nicht mehr wahrgenommen werden können. Das tiefste innere Fühlen ist nur in dem Maße möglich wie wir uns vom Ego lösen.

Sich hingeben ist keinesfalls sich aufgeben

Wir verwechseln immer wieder sich hingeben mit sich aufgeben. Sich hingeben bedeutet zu allererst sich dem Eigenen hingeben. Sich aufgeben würde dann bedeuten sich nur anderen hinzugeben, dabei aber das ureigenste aufgeben.

Hingabe im Ego ist immer das ureigenste aufgeben. Aufgeben für das Ego – welches wir nicht sind – und/oder aufgeben für einen Anderen.

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich Selbst“

oder anders formuliert

Liebe Dein Selbst – nicht Dein Ego – und in gleicher Weise Deinen Nächsten – also auch nicht sein Ego.

Daraus kann nie mals eine Selbstaufgabe entstehen, ich kann mich aber ganz dem Leben in Lebendigkeit hingeben. Ich weis immer dass ich mir Selbst (nicht das Ego) Alles wert bin.

Also geht es darum zu unterscheiden was Ego ist und was weit darüber hinaus geht. Nur so kann ich zwischen Ego und umfassenderen Selbst unterscheiden. Bestenfalls verliere ich meine Identifikation mit meinen Ego in besonderem Maße und stelle dabei fest dass ich viel viel mehr bin. Das wird uns nicht gelehrt, weil Verstand und Denken uns dies nicht lehren können. Es gibt darüber keine Lehre, da es nicht lehrbar ist, sondern nur begreifbar oder erfahrbar.

Aber wir können über die Zusammenhänge aufgeklärt werden, das ist was uns beigebracht werden kann.

Liebe ich mich selbst und bin damit mit meiner tiefen Freude verbunden, so gibt es keine Selbstaufgabe mehr.

Hingeben bedeutet sich ganz hineingeben und keinesfalls sich aufgeben. Und hierzu braucht es freies Bewusstsein, sonst kann Hingabe und Aufgabe kaum unterschieden werden.

Wahre tiefe innere Intuition – mein Kompass fürs Leben

Wie macht sich wahre innere Intuition bemerkbar?

  • Sie ist ein ruhiges aber intensives, teils bewegendes Gefühl
  • Alles was sich zu tiefst und rundum gut, stark und wohl anfühlt – ein
  • Sie stellt unseren Kompass dar, der über unser altes Denken und unsere Seelenmuster hinaus geht