Widerstandslos die Welt bewegen

Es geht in diesem Artikel darum wie ich die Welt ohne Widerstand verändern kann. Die Weltveränderung fängt immer in uns an. Es geht darum einen neuen Weg jenseits der bisherigen Revolutionen, Konstrukte und Lehren zu gehen. Denn eines ist heute im Jahr 2016 klarer denn je, alle bisherigen Herangehensweisen haben es nicht geschafft den „Wahnsinn“ aus der Welt zu bekommen. Vielmehr steigern wir unser Denken in einer absurden Form immer weiter. Das physische sich Erfahren wird immer weniger und die Virtualität des Verstandes steigt rasant an.

Woran liegt das? Alle bisherigen Lösungswege waren Lösungswege die durch den Verstand versucht wurden. Bei Betrachtung aus einem Zustand gedankenfreier Aufmerksamkeit wird vielfach klar, das genau der Verstand hier das Problem sein kann. All unser Denken und all unsere Emotionen sind immer Vergangenheit. Man könnte auch sagen es ist die negative Macht des Gewohnten.

Einstein meinte hierzu in zwei Zitaten:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

„Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.“

 

Und weiter führte Einstein aus:

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als getrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins.

Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis für uns, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen beschränkt. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst.“ Albert Einstein („Ideas and Opinions“)

Das Ausweiten unsere „Horizonts“ oder „ein neues Denken“ kann nur jenseits unserer bisher gewohnten Art des Denkens, des Verstandes und des Alltags-Ich stattfinden. Es findet automatisch im Zustand der Ungetrenntheit oder wie wir sagen können im Zustand des gedankenfreien Bewusstseins statt. Aber erst dann, wenn unsere Identifikation mit dem Verstands-Ich sich gelöst hat zu einer tieferen Identifikation mit unserem freien Bewusstsein.

Es ist Zeit dafür, an sich sehr einfach und doch nicht easy. Denn unsere ganzen bisherigen Erfahrungen und Kontakte zu Menschen sind in einem Übermaß mit dem alten Denken behaftet. Wäre es selbstverständlich im freien Bewusstsein zu sein, so dürfte uns selbst der Schritt hierhin sehr viel leichter fallen, ja selbstverständlich sein.

Denn dann werden wir innerlich frei von allen belastenden Emotionen, Problemen und inneren Tragödien. Aus heutiger Sicht ist dies nicht verständlich, denn zu verstehen ist diese Art jenseits des Verstands nicht. Erst wenn die innere Bereitschaft da ist uns vom Regime unserer Gedanken zu befreien dann ist die Zeit reif.

Ego schafft Angst – Angst schafft Ego

Ego und Angst sind immer direkt einander bedingt.

Ohne Ego ist Angst immer auf einen kurzen Moment beschränkt, als Backup wenn nicht genügend Gegenwärtigkeit uns vor einer akuten physischen Gefahr schützt.

Wenn wir uns mit unserem Alltags-Ich (Ego) identifizieren, dann entwickelt das Ego eine andere Form von  Angst in uns über die konkrete zeitlich stark begrenzte Situation hinaus. Angst wird dann ein Bestandteil des erweiterten Alltags-Ichs. Diese Angst kann offensichtlich sein – also direkt wahrnehmbar, oder unterschwellig – also nicht direkt wahrnehmbar – als Wut, Skepsis, Grusel, … oder aber in verkörperter Form wie nicht physischen Nacken- und Rückenschmerzen, Leber- und Gallenbeschwerden, Magendrücken, Kopfweh …

Die Angst – wenn diese nicht konkret und zeitlich auf einen Moment begrenzt ist – ist immer die Angst des Egos vor dem Tod des Egos. Mit unserem physischen Tod löst sich die Identifikation mit unserem Denken und damit mit unserem Ego vollkommen auf. Davor hat das Alltags-Ich die größte Angst. Diese Angst liegt latent hinter allen Ängsten – das Ende der Ego-Illusion. Das Ego versucht zudem geliebt zu werden. Die tiefste Form von Liebe ist aber immer eine Funktion des Seins und nicht des Egos

Diese tiefste Angst bringt sozusagen als Stilblüten alle unsere anderen Ängste hervor – meist ein wahres Potpourrie. Diese vielen Ängste verstärken dann unser Denk-Ich. Das verstärkte Denk-Ich trennt uns immer mehr von der Wirklichkeit und führt uns tiefer und tiefer in die Illusion von Getrenntheit. Dies geht so weit, dass wir nicht mehr offen sein können für Berührungen und positive Gefühle. Wir verarmen oder vergreisen innerlich.