innerer Schmerz, Schmerzkörper und Schmerzidentität

In diesem Artikel möchte ich mich nochmals dem Thema innerer Schmerz, wie dieser entsteht, was der Schmerzkörper ist und wie es zu etwas leidvollem wie einer Schmerzidentität kommen kann.

  • innerer Schmerz – wie entsteht dieser
  • was ist der „Schmerzkörper“
  • was ist eine Schmerzidentität
    Bei einer Schmerzidentität, wie ich diese nenne, wird der Schmerzkörper zum Bestandteil der eigenen Ich-Definition. Ich behaupte vielleicht, ich möchte keinen Schmerz, aber ich hole mir den Schmerz über mein Denk-Ich unbewusst immer wieder hoch. Da das Ich sich bei einer Schmerzidentität zu einem großen Teil aus dem Schmerzkörper definiert, ist ein loslassen des Schmerzes ohne einem Identitätsverlust nicht möglich. Aus Identitätsverlustängsten heraus, die im Denk-Ich (Ego-Verstand) als Illusion geboren wurden kann der Schmerz und das Drama nicht losgelassen werden. Der einige Weg ist ein Aufwachen aus der Illusion des Denk-Ichs und ein zurückfinden zum eigenen Selbst im freien unkonditionierten Bewusstsein. Menschen mit einer Schmerzidentität sagen von sich zum Beispiel:

    • Warum ich immer
    • Das gehört zu meinem Leben
    • Das Leben ist ein Scheiß
    • Ich kann niemanden trauen
    • Schau wie schlecht die Welt ist
    • Es gibt nur Elend auf der Welt
    • …… und vieles mehr

 

Und dann soll es natürlich noch darum gehen wie ich den inneren Schmerz sein lassen kann, wie ich nach und nach meinen Schmerzkörper auflöse und wie ich aus der Falle einer Schmerzidentiät entrinnen kann.

Diesen Artikel werde ich  nach und nach schreiben sowie ergänzen.

Unsere Erde, die Welt und der Mensch sind perfekt geschaffen …

… warum wir die Erde, die Welt und den Menschen als nicht perfekt erleben, liegt an der Art wie wir mit Uns, der Welt und der Erde in Beziehung gehen.

So wie wir heute mit Uns, der Welt und der Erde in Beziehung gehen, ist dies die Wurzel unserer Probleme. Wir tun dies aus unserem „Ich“ (Denk-Ich, Ego mit Emotionen) heraus. Aus dem Gedachten heraus wie wir uns und die anderen Sehen. Dies hat mit dem jeweiligen Moment (Jetzt) meist sehr wenig zu tun, sondern beruht vielmehr auf dem was wir früher einmal erlebt, gefühlt und erfahren war. Wir vermeiden damit jeden Moment neu zu erfahren.

Wenn wir unsere Erde, die Welt und den Menschen immer aus dem Moment heraus erleben, dann erleben wie faszinierend Alles ist. Wir sehen und können plötzlich wahrnehmen was wir sonst übersehen. Wir beziehen das Erlebte nicht mehr auf unser verletzliches Ich, sondern sehen aus dem unverletzlichen Selbst (welches nur wahrnimmt) heraus. Wenn wir ganz aus unserem wahrnehmenden Selbst heraus die Welt begreifen, dann weicht jede Angst und Furcht. Können wir uns ganz unserem Wahrnehmen hingeben, so würde jede Furcht und Angst sich gänzlich auflösen. Wir erleben dann die unfassbare Vielfalt und Schönheit der einzelnen Dinge, Pflanzen, Tiere und Menschen so wie diese sind.

Viele von uns kennen dies aus eigenen Erfahrungen. Wenn wir in voller Ruhe die Welt mit anderen Augen betrachten. Es sind dies die faszinierenden Augenblicke die uns auf den Bergen, beim Betrachten des klaren Sternenhimmels oder den intensiven Momenten beim Verweilen in einer Blumenwiese widerfahren. Wären wir immer im staunen über diese Welt – in diesen Momenten des freien unkonditionierten BewusstSeins – wir würden die Welt sehen wie diese ist – wunderbar. Es liegt nur der Schleier unseres Ego über dieser Magie.

Gesundheit und Heilkraft stärken

Wie könnte Gesundheit und Heilung mit dem freien unkonditionierten BewusstSein zusammenhängen?

Gesundheit und Heilung kann heute mehr denn je in einem direkten Zusammenhang mit dem Stress- und Entspannungssystem unseres Körpers gesehen werden.

Emotional erzeugter Stress im Körper hat im Ursprung 2 wesentliche Bedeutungen. Die Ausschüttung von so gennannten Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin sollen dem Körper ursprünglich ermöglichen auf kritische oder lebensbedrohliche Situationen mit Flucht oder Angriff zu reagieren um so die Integrität des Körpers zu schützen.

Stellen wir uns einen Menschen vor zum Beispiel 4.000 Jahren vor, der sich einer direkten Bedrohung durch ein wildes Tier gegenüber sieht. Dieser würde in der Regel mit einer von 3 Reaktionen reagieren.

  • Flucht – sich also schnellstmöglich der brenzligen Situation durch Rückzug und weglaufen entziehen. Durch das Weglaufen würden die ausgeschütteten Stresshormone abgebaut.
  • Angriff – unter Einsatz aller körperlichen Mittel würde sich der Mensch selbst verteidigen. Dazu sind Reaktionsschnelligkeit, körperliche Kraft und ggf. Ausdauer gefragt. Auch hier würde sich nach der kritischen Situation bis das Tier vertrieben oder erlegt ist, wieder eine Entspannungssituation eintreten. Die Stresshormone würde durch die Kampfsituation aufgebraucht, bzw. durch die Entspannungssituation abgebaut
  • In einer Starre verharren bis die Situation sich entweder geklärt hat oder in eine Verteidigungs- oder Fluchtreaktion überführt wird.

All diese kritischen Situationen dauerten in der Regel nur relativ kurze Zeit an. Damit wirkten die Stresshormone im akuten Fall auch nur über einen sehr begrenzten Zeitraum.

Auch bei Konfliktsituationen in der damals üblichen Kleingruppe gab es in der Regel kurze Situationen der Auseinandersetzung bis der Konflikt geklärt oder die Rangordnung hergestellt war.

Durch unser dem konditionierten Bewusstsein zuzuordnenden emotionalen Gedächtnis und unser Denk-Ich (Ego-Verstand) haben sich Stresssituationen von kurzen kritischen Phasen auf länger anhaltende emotionale Phasen erweitert. Damit ist im Körper Stress wesentlich länger aktiv. Der Ausnahmezustand des Körpers erfordert viel Energie und dämpft das aktive Immunsystem. Ist dadurch der Ausnahmezustand länger anhaltend und kehrt der Körper nicht in einen normalen „Betriebszustand“ zurück können der erhöhte Energieverbrauch und die Dämpfung des Immunsystem zu einem Ungleichgewicht im Körper führen. Länger anhaltende Ungleichgewichte werden vielfach durch Krankheit versucht auszugleichen. Hinzu kommt dass durch die anhaltende Immundämpfung die Selbstheiungskräfte sich verringern.

Es sind die Emotionen wie zum Beispiel Wut, Trauer, Angst, Empörung, … die bei uns heute längerfristige Stresszustände bescheren. Neben den akuten Phasen sind es aber auch die latenten Phasen dieser Emotionen die unseren inneren Hormonhaushalt in Richtung Stressreaktion verschieben. Dazu kommen noch lange Phasen hoher Konzentriertheit (auch ursprünglich ein Sonderzustand unseres Körpers beim Jagen) die unseren Stoffwechsel und Hormonhaushalt in Richtung erhöhten Verbrauch und Ungleichgewicht verschieben.

Bis vor etwa 30 Jahren waren zum Beispiel im Handwerk regelmäßige Pausen – Phasen des Ruhens – zur Regeneration völlig normal. Die heutige Arbeitswelt sieht wirkliche Ruhepausen (ein Nickerchen, sich in die Sonne legen….) fast ausnahmslos nicht mehr vor. Selbst die Mittagspausen werden hierzu nur noch äusserst selten genutzt. Damit fallen aber gerade die Phasen weg die Stressreaktionen abbauen und den Energiehaushalt regulieren. Die einzige Phase des wirklichen Abschaltens und Ruhens sind meist nur noch die Nachtstunden. Der Rastlose Körper kann dann oftmals gar nicht mehr abschalten. Eine Überreizung des Sympatikus und mangelnd funktionierender Parasympatikus sind die Ursachen des „nicht mehr Runterkommens“.

Im Modus des freien unkonditionierten BewusstSeins, würde sich der Tag ganz anders gestalten. Der einzelne Mensch würde Stressphasen genau wahrnehmen und für Ausgleich sorgen. Zudem würden solche Stressphasen, die meist auf Angstreaktionen aufbauen (nicht genug sein, nicht gemocht werden,….), im freien BewusstSeins-Modus an sich so gut wie nicht mehr vorkommen. Man leistet dann das gerade Bestmögliche ohne sich zu verausgaben.

Stress tritt dann – wie ursprünglich vorgesehen – nur in Lebensbedrohlichen Situationen auf. Der Körper würde in einem Wechselspiel von angeregter Aktivität und Erholung pendeln. Der negative Einfluss langanhaltender Stresssituationen entfällt. Körperenergie und Immunsystem würden maximal unterstützt. Eine gesteigerter Gesundheitszustand und erhöhte Selbstheilungskräfte sind die Folge.

Innere Hingabe – der Schlüssel zu innerem Frieden und Freude

Wir haben immer 2 Möglichkeiten mit der Gegenwart umzugehen

  1. Widerstand und sich daraus entwickelnde Emotionalität in Form von zum Beispiel: Empörung, Wut, Aggression, Angst, Resignation ….
  2. Hingabe an das was im Moment gerade ist. Gemeint ist damit nicht eine Aufgabe oder Unterwürfigkeit, sondern im innersten zu 100% das annehmen was im Moment gerade ist.

Entweder nehme ich das was ist zu 100% an oder aber ich bin im Widerstand zu dem was ist, mehr oder weniger. Ein bischen Hingabe gibt es nicht.

  • Wenn wir uns zu 100% dem hingeben können was gerade ist entsteht kein innerer Schmerz und Widerstand
  • Ich komme viel leichter ins Tun, was jetzt gerade im Tun möglich ist
  • Und ich bin viel schneller wieder im Modus von Freude
  • Meinen inneren Frieden verliere ich mit Hingabe zu keiner Zeit, da es keinen Widerstand gibt

Liebe in Ihrer tiefsten Bedeutung – was ist das

Wie ich schon in meinem Buch „Die Freiheit in Uns – Evolution des eigenen BewusstSeins“ geschrieben habe, gibt es sehr viele und sehr unterschiedliche Definitionen, die mit dem Begriff Liebe beschrieben werden. Darum soll es hier nicht gehen. Sondern einzig und allein um „Die Liebe ohne Bedingungen“.

Liebe ohne Bedingungen erstreckt sich zu allererst auf sich Selbst und dabei mit allen persönlichen Aspekten (Verstand, Sexualität, Sinnlichkeit, Bezug zur Familie, ….). Bei der Liebe ohne Bedingung wird nichts ausgeklammert und alles was ist so angenommen wie es gerade ist. Damit ist schon benannt um was es geht, um die bedingungslose Annahme von dem was gerade ist – auch wenn uns das vom Verstand nicht gefällt.

Das kann uns aber auch egal sein, denn die Liebe ohne Bedingung ist ein Bereich den der Verstand nicht durchdringen kann, da diese Liebe aus dem freien unkonditionierten BewusstSein kommt. Sie kommt nicht aus dem Bereich des konditionierten Bewusstseins (Verstand, Ego, Denk-Ich, Emotionen,…). Die unbedingte Liebe ist keine Emotion (Erlebensmuster) sondern reines Gefühl (Körperecho oder man kann auch sagen somatischer Marker) ohne Erlebens- und Verhaltensmuster. Ein gar nicht kleiner Unterschied von enormer Bedeutung.

Da die Liebe ohne Bedingung aus dem freien Bewusstsein kommt kann sich diese so unvorstellbar (Verstand) es klingt auch auf Feinde beziehen. Jenseits des Verstandes ist dies möglich. Dabei kann ich in Liebe sein, aber das nicht gut heissen was der anderen macht und in eine angemessene Aktion gehen. Ich bleibe bei mir und in meiner unbedingten Annahme von dem was Jetzt gerade ist. Hass, Groll und Wut sind immer Anzeichen dafür das es sich nicht um Liebe ohne Bedingung handelt.

Kurz und knapp aber sehr passend kann die umfassendste Form von Liebe auch „All-Liebe“ genannt werden. Ein noch etwas befremdlicher, weil ungewohnter Ausdruck, aber genau beschreibend welche Liebe gemeint ist – die Liebe die sich auf alles und jeden erstreckt der/was gerade ist.