„Wir müssen es heute nicht wissen“

… insbesondere in Zeiten des Umbruchs und Wandels kann dieser Satz für den Menschen sehr erleichternd sein.

Mir selbst wurde dieses Jahr dieser Satz fast zeitgleich von 2 befreundeten Menschen zugetragen.  Man könnte fast schon sagen er ist sowas wie ein Mantra in unsicheren Zeiten.

Auch wenn das Denk-Ich (Ego) es gerne anders hätte, so kann das freie unkonditionierte BewusstSein sehr gut damit umgehen. Es ist eine Aufforderung an unser Denk-Ich die Illusion aufzugeben, Macht über was auszuüben was nicht in unserer Macht steht. Neues und Wandel ist nie mit der Vergangenheit erklärbar. Es ist die Natur des Neuen neu zu sein und eben nicht mit der Vergangenheit erklärbar zu sein.

Anders als mit Vertrauen auf das Lebendige – das Leben – kann Neues nie geschehen. Neu ist nun mal Neu und nicht alt (Vergangenheit). Nur aus dem Neuen entsteht Entwicklung. Die neue Wirklichkeit entrollt sich nur da wo ein gewisses Mass an Vertrauen dies auch zulässt. Erst im Rückblick kann sich Neues als passend herausstellen. Besser passend als das Alte (Gewohnte). Da das Denk-Ich (Ego)  immer gerne die Kontrolle behält ist bei Neuem das Denk-Ich (Ego) ein schlechter Ratgeber.

Da wir aus dem Denk-Ich (Ego) heraus sehr ungerne loslassen, sind es meist die Krisen die uns über das Gewohnte hinweg führen.

Die Ursprüngliche Bedeutung von Krise aus dem Griechischen (Krisis) ist Meinung, Bedeutung, Entscheidung. Die Krise hat damit Bedeutung und erfordert Entscheidung. Die zur Zeit aktuellere Bedeutung von Krise ist Wendepunkt.

Also könnte man sagen eine Krise ist  ein Punkt der Wende mit Bedeutung der eine Entscheidung bringt. Oder kurz gesagt eine „entscheidende Wendung“. Wohin uns diese entscheidende Wendung bringt ist auf Grund des Neuen nie klar und schon gar nicht sicher. Da es nicht klar und sicher ist können wir uns nur dem Leben anvertrauen und sehen was entsteht. Im Zustand des freien unkonditionierten Bewusstseins ist das kein Problem. Lediglich für das Denk-Ich (Ego) ist die Krise ein sehr unsicher, damit schlechter Zustand. Das muss so sein, da das Denk-Ich (Ego) die Illusion von Sicherheit liebt und mit scheinbarer Unsicherheit ein großes Problem hat.

Daher, wenn Neues für Dich ansteht oder sich eine Krise auftut, kann der Satz „Du musst es heute nicht Wissen“ eine enorme Erleichterung und Vertrauen bringen. Er ist ein Ausdruck des Vertrauens an die eigene Bestimmung. Seine ganze Wirksamkeit entfaltet der Satz erst, wenn wir dem Leben unser Vertrauen schenken und mehr als nur ein scheinbar sicheres Leben wünschen. Insbesondere dann, wenn wir unser Leben als höhere Bedeutung annehmen können.

 

Die Befreiung von Freude und Lebendigkeit

Wenn wir uns zum Beispiel stumpf, missmutig, deprimiert fühlen, so zeigt sich hier nur die Abwesenheit von Freude und Lebendigkeit. So wie Kraftlosigkeit keine eigene Qualität hat sondern nur die Abwesenheit von Kraft ist. So ist Lieblosigkeit auch keine eigene Qualität sondern nur die Abwesenheit von unbedingter Liebe.

Wir haben es also nicht was „schlechtem“ zu tun sondern nur mit der Abwesenheit von was starken und intensivieren. Man könnte meinen das kommt doch beides auf das gleiche raus, ob ich nun sage mir geht es schlecht oder ob ich sage meine Kraft ist gerade abwesend. Der Unterschied ist klein aber gewaltig und von besonderer Tragweite. Denn wenn ich mich in mir mit der Abwesenheit von Kraft, Liebe oder Lebendigkeit beschäftige, dann liegt der Lösungsweg auf der Hand – ich beschäftige mich damit wieder in Kraft, Liebe oder Lebendigkeit zu kommen. Ich muss mich nicht mit dem Mangel beschäftigen.

Wie komme ich wieder zu Kraft, Liebe und Lebendigkeit. Wie ist das, wenn diese bei mir fehlen? Was für ein Irrtum!

Kraft, Liebe und Lebendigkeit sind nur verdeckt und fehlen damit nicht. Wir müssen diese nur wieder Aufdecken. Zugedeckt sind diese durch unser Denk-Ich (Ego) und damit verbundene Erlebensmuster (Emotionen). Wie komme ich vom Ego und den damit verbundenen Emotionen weg. Die Lösung – ich gehen nicht vom Ego weg sondern zum freien BewusstSein hin. Ein Umgewöhnen und jedes Umgewöhnen braucht Zeit, Intensität und Übung – mehr nicht und weniger nicht. Wenn ich mehr und mehr in das freie BewusstSein gehe, so verlasse ich mehr und mehr meine irrtümliche Identifikation mit dem Denk-Ich (Ego). Damit lasse ich aber mehr und mehr die unerwünschten einschränkenden Emotionen automatisch hinter mir. Uns was dann frei wird sind Kraft, Lebendigkeit und anhaltende Freude – natürlich nach und nach. Das heißt aber auch wir können die natürlichen und überlebensnotwendigen Schwankungen in unserem Biorhythmus annehmen. Wir arbeiten nicht mehr dagegen sondern akzeptieren die gerade verfügbaren Kräfte unseres Körpers. Denn Zweifeln und in Frage stellen können nur das Denk-Ich und die Emotionen.

Im Zustand des freien und unkonditionierten BewusstSeins werden Lebendigkeit und Freude automatisch nach und nach sich befreien.

 

Alle Sehnsüchte sind an sich Sehnsüchte nach unserem „Selbst“

Fast jeden von uns treiben Sehnsüchte.

Die Sehnsucht nach ….

  • einem anderen Land
  • einer Erfüllung
  • einem Beruf der Freude macht
  • nach Neuem
  • nach Unterhaltung
  • nach Abwechslung
  • nach dem Süden
  • nach einem Heim
  • nach Freunden
  • nach einer Beziehung
  • nach einem Kind
  • ….

… doch sind diese Sehnsüchte an sich nur die eine Sehnsucht die hinter allem steht –  nach dem eignen „Selbst“. Es ist der innerste Wunsch wieder ganz in sich Selbst zu sein. Also die Trennung die uns das Denk-Ich (Ego) mit seiner Getrennheitsillusion beschert aufzulösen. Diese Illusion führt uns von unser Ganzheit weg in das Denken. Die Sehnsüchte ist dann unsere noch wache innere Ahnung von unserer Ganzheit.

So suchen wir in jüngeren Jahren ganz viel im Aussen, doch mit der Zeit merken wir das wir trotz Sehnsuchtserfüllung in uns keine Ruhe finden. Dann gibt es 3 wesentliche Möglichkeiten mit dieser Erkenntnis umzugehen

  1. Weitersuchen in der äusseren Welt
  2. Resignieren – weil ich so oder so keine Erfüllung finde
  3. oder aber auf die Suche in uns Selbst zu gehen

Ich empfehle den 3. Weg, da dieser auch die Möglichkeit des tatsächlichen Findens und Erfahrens beinhaltet.

Viel Freude beim sich in sich Finden

 

Pausen – für BewusstSein und Körper

Seit ca. 30 – 35 Jahren hat sich im Tagesablauf der Menschen einiges verändert. Waren früher Ruhe-Pausen ein fester Bestandteil des Tages und inbesondere der Arbeitswelt, so finden Pausen heute kaum mehr statt oder im Vorbeigehen bei einem Cafe-to-go.

Dabei wird übersehen, dass eine Pause im Stehen etwas ganz anderes ist als eine Pause im Liegen mit geschlossenen Augen. Es geht bei dieser Liegepause nicht um das Schlafen, sondern um die Regeneration der Leber als Energielieferant des Körpers, das Abschalten des Denken und Verstandes, die tiefe Ruhe für unsere Augen bei geschlossenen Lidern und die Entspannung der Muskeln, vor allem der starken und feinen Rückenmuskulatur.

Das regelmässige Wechseln vom symphatischen Nervensystem (Aktivierung und/oder Flucht) und dem parasyphatischen Nervensystem führt zu hoher Regenerationskraft, Erholung und Gesundung. Das regelmässig lange Verweilen im sympathischen Nervensystem hingegen erschöpft, erschwert das Entspannen und hält den Körper in einem ungesunden Stresszustand. Daher ist das Hinlegen und die Regelmäßigkeit von besonderer Bedeutung für Kraft, Gesundheit und Lebensfreude.

Bei einer Pause im Stehen geht es vielfach nur um eine Ablenkung. Der Körper selbst kann dabei nicht in den Regenerationsmodus schalten, da durch die aufrechte Haltung sowohl die Rückenmuskulaturen als auch die Leber nicht regenerieren können.

 

Wunderbare Wirklichkeit

„Im Denken und mit unserem Ego
erleben wir unsere Welt nicht in ihrer
wunderbaren Wirklichkeit“

Zitat Klaus Grieblinger,
aus dem Buch „Die Freiheit in Uns“

Weder in der Kernzeit des mystischen Bewusstseins (bis ca. 1800) als auch in der Kernzeit des konditionierten Bewusstseins (ca. 1800 – heute) nehmen wir die Welt so wahr wie diese ist. Wir können damit nicht das wirklich wunderbare dieser Welt sehen und entdecken.

Vielmehr leben wir in unseren Gedanken eine gedachte Illusion die an die wunderbare Wirklichkeit nicht im Ansatz heran reicht. Stattdessen sind wir mehr als uns lieb ist beschwert mit Dingen die anders sein sollen als sie sind. Dieses – es soll anders sein und es ist so wie es ist nicht ok – bringt uns von der wunderbaren wahren Welt mehr und mehr weg. Die fast unendlich vielen Dinge die „gut“ wären sehen wir nicht, stattdessen konzentrieren wir uns mit unserem Denken und Geist auf die viel selteneren Dinge die „nicht gut sind“.

Dies ändert sich schlagartig, wenn wir im freien unkonditionierten Bewusstsein die Welt wieder in Ihrer Ihr innewohnenden Fülle und Vielfalt wahrnehmen. Zum freien Bewusstsein gehören immer ein unabhängiger Geist, Sinnlichkeit (mit allen Sinnen) und fröhliche Wachsamkeit.

Die Welt und was passiert ist immer richtig

… da mögen mir sicherlich sehr viele Menschen deutlich widersprechen. Wenn wir uns die Welt aus dem vergänglichen Verstand, vergänglichen Denken und vergänglichen Ego heraus ansehen, so ist die Welt nicht richtig sondern es gibt viel was anders hätte sein sollen.

Sehen wir uns aber die Welt aus einem Alles-Überdauernden und schon Immer-Dargewesenen heraus an, dann können wir uns nur in der Welt die gerade ist für unsere Identität erfahren. Dies anzunehmen gelingt natürlich nie aus dem Verstand, Denken oder Ego heraus sondern nur im Modus des freien unkonditionierten Bewusstseins und der Lebendigkeit.

Wir haben das was wir gerade erleben um uns gerade im Augenblick in dieser Welt zu erfahren. In vom Verstand schwierigen Situationen erleben wir durch unsere Be-Früchtungen immer in einer Angst. Diese Angst kommt von der Verletzlichkeit des Denk-Ich´s oder wie wir sagen Ego.

Die größte Angst

In unserer ganzen persönlichen Geschichte geht es so gut wie nie um unsere innere Größe – frei von Vergleich und Messen.

Im Gegenteil – es geht um Messen, Vergleichen, Wettkämpfe und Noten – alles Kategorien von konditioniertem Bewusstsein. Auch bei Menschen die schon viel erreicht haben geht es immer fort um weiteres Messen und Vergleichen. Und damit geht es nicht selten in die Maßlosigkeit. Die Suche nach äusserer Größe entspringt immer der Angst des Denk-Ich´s (Ego) um die eigene Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit.

Dabei gibt es eine ganz andere Instanz von Größe in uns die keinen Vergleich braucht – innere Größe im freien Bewusstsein. So gut wie kein Mensch weis um den Bereich des unkonditionierten Bewusstseins und daher auch nicht um die Möglichkeit der eigenen inneren angstfreien Größe.

 

Die größte Angst – übersetztes Zitat von Marianne Williamson

„Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst besteht darin, unermesslich mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns, wer bin ich überhaupt,
um strahlend, bezaubernd, begnadet und phantastisch sein zu dürfen?
Wer bist du denn, dass du das nicht sein darfst?
Du bist ein Kind Gottes.
Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.
Sich herabzusetzen, nur damit unsere Mitmenschen sich nicht verunsichert fühlen,
hat nichts mit Erleuchtung zu tun.
Uns allen ist es bestimmt, wie Kinder zu strahlen.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes in uns zu verwirklichen.
Es ist nicht nur in einigen Menschen, sondern in jedem von uns.
Und wenn wir unser Licht leuchten lassen,
geben wir damit anderen unwillkürlich die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir losgelöst sind von unserer eigenen Angst,
wird unsere Anwesenheit andere befreien – ganz ohne unser Zutun.“

(Zitat Marianne Williamson)